Bean-to-Bar

303 Schokoladen im Test

kakao4'Bean-to-Bar' – zu deutsch „von der Bohne zur Tafel“ – beschreibt die Herstellung von Schokolade ab Erhalt ungerösteter Kakaobohnen. Alle weiteren Produktionsschritte wie Rösten, Walzen, Conchieren, Tafelfertigung und Verpacken werden vom Bean-to-Bar-Hersteller übernommen. Dies ist einerseits – gerade im Premiumsegment – aus Konsumentensicht die wesentliche Kunst der Schokoladenherstellung und entsprechend prestigeträchtig, andererseits aufwändig und kapitalintensiv.

Leider wird hier zu häufig von Kleinherstellern verschleiert, dass lediglich aus zugekauften Massen hergestellt oder die Schokolade fremdgefertigt wird, teils wird auch bewusst in die Irre geführt. Von daher freuen wir uns über „sachdienliche Hinweise“ zur Ergänzung oder Korrektur unserer Übersicht.

Was verstehen wir unter „Bean-to-Bar“

Häufig wird der Begriff „Bean-to-Bar“ auch unscharf zur Kennzeichnung hochwertiger Produktion, oft handwerklicher und vergleichsweise kleiner Herstellungsvolumina verwendet. Das halten wir für problematisch. Wir finden an Großproduktion nichts Schlechtes per se – im Gegenteil, gewachsene Hersteller wie Zotter demokratisieren den Genuss guter Schokolade geradezu. Andere größere Hersteller wie Lindt auszuklammern würde willkürliche Kriterien erfordern.

Als 'Bean-to-Bar' werden entsprechend hier alle Herstellermarken aufgeführt, unter denen nach Kenntnisstand im eigenen Betrieb von der Bohne weg erzeugte Schokolade vertrieben werden, unabhängig von der geschmacklichen Qualität. Dies muss nicht zwangsläufig für alle unter der Marke vertriebenen Produkte gelten, mindestens aber die verwendete Kakaomasse der angebotenen reinen Schokoladensorten.

Bean-to-Bar: Die Schokoladen