10 Probiertipps

Die besten Schokoladen der Welt? Klar: wer Perfektion sucht, wird in unserer Bestenliste oder unserer Schokoladen-Datenbank fündig. Aber was, wenn es einmal nicht um „die besten“ geht, sondern vielmehr um interessante Schokoladen? Um Schokoladen, die man einmal probieren sollte, wenn man mehr von Schokolade verstehen will? Um Anspieltipps für verschiedene Schokoladen-„Genres“?

Zehn diesmal persönliche Tipps ohne Rangfolge, wobei ich hier nur Schokoladen aufgeführt habe, die in Deutschland einigermaßen einfach erhältlich sind.

Lindt 70% Intensiv: Verpackung

Intensiv

Lindt Excellence 70% Intensiv

Die Schokolade, mit der wohl die meisten Liebhaber dunkler Schokolade auf den Geschmack gekommen sind, ist Lindts 70%ige Bitterschokolade. Leider verwendet Lindt sehr erfolgreich Energie auf die Vermittlung des Eindrucks, dass es darüber nicht mehr viel bessere Schokolade gibt. Geschmacklich nicht schlecht, nicht wirklich gut, in jedem Fall eine Pflichtübung.

Domori

Klare Worte – Domori ist der aktuell beste Schokoladenhersteller der Welt. Das gesamte Sortiment ist auf vergleichbar hohem Niveau, aber kein Weg führt an den Sorten „Chuao Criollo“, „Sambirano“ und „Guasare“ vorbei. Und niemand weiß wirklich, ob er 100%ige Schokolade nicht doch mag, bis er Domoris il 100% probiert hat.

Schokoladentafel Valrhona Guanaja

Guanaja

Valrhona Guanaja

Ein Meilenstein bei der Entwicklung hochklassiger Schokolade: Guanaja ist Valrhonas intensiver Blend südamerikanischer Criollo- und Trinitario-Bohnen, dessen Komplexität bis heute noch selten erreicht wurde. Zur Geschmacksneutralisierung vor Schokoladenproben habe ich immer einige Tafeln dieses gut verfügbaren Klassikers im Haus.

Amedei Porcelana

Auch wenn sie inzwischen als teuerste Schokolade der Welt überholt wurde und der Geschmack sich erst mit etwas Bitterschokoladen-Erfahrung erschließt – zumindest einmal sollte man über seinen Schatten springen und sich die klassische Porcelana-Schokolade von Amedei leisten.

Vivani Weiße Vanille-Schokolade

Vanille

Vivani Weiße Vanille

Vivani gelingt mit nur 20% Zuckeranteil ein fein abgestimmtes „Vanilleeis“ in Schokoladenform und der Beweis, dass Weiße Schokolade nicht langweilen muss. Das Beste? Es gibt sie in fast jedem Biomarkt.

Pacari Raw Chocolate

Rohe Schokoladen, also Schokoladen, deren Zutaten nie über 48°C erhitzt wurden, zum Teil auch als gesundheitsförderlich verkauft, sind einer der Schokoladentrends der letzten Jahre. Wer neugierig ist, probiert mit der Pacari den Geschmacks-Benchmark.

Vorderseite eines Päckchens Corallo Schokolade mit Kakaostückchen

Nibs

Claudio Corallo

Das Gegenteil von perfekt – und gerade deshalb genial. Corallos Schokoladen stehen zu klassischen Schokoladen wie Punkrock zu klassischer Musik. Roh, intensiv, ungeschliffen, unkonventionell. Am besten sind seine 75%ige Sorte und seine 73,5%ige mit Nibs, die beide noch jedem geschmeckt haben.

Michel Cluizel Maralumi Lait

Stellvertrend für die durchweg gelungenen Milchschokoladen von Michel Cluizel ausgewählt, vereint „Maralumi Lait“ eine karamellige Milchschokolade mit trockenfruchtigen Ursprungskakaoaromen aus Papua Neuguinea.

Vorderseite Zotter/Labooko-Schokolade Peru Criollo 70%, 16 u. 20h conchiert

Peru

Zotters Labooko-Reihe

Müßig, hier einzelne Sorten zu nennen, denn im Zweifel hat der österreichische Chocolatier Zotter diese im Hintergrund bereits wieder gegen Neue ausgemustert. Tendenz: 70% aufwärts kann Zotter am besten.

Rotstern Edelbitter

Diese Schokolade sollte nur probieren, wer wissen will, wie schlecht genau eine richtig schlechte Bitterschokolade schmecken kann. Da hilft auch der inzwischen wohltätige Zweck des Unternehmens Rotstern nicht weiter.

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