Test: Milka Darkmilk

Getestet von

Milka Darkmilk
Sorte: Milchschokolade
Kakao: 40%
Marke: Milka, Schweiz
Ladenpreis: €1,28/100g (€1,09/85g)
Bewertung: 77 Chclt.net-Punkte
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Noch mehr Milka! Dem inzwischen breiten, mit Keksen, Karamell und ähnlichem gestreckten Sortiment mit der lila Kuh war offensichtlich etwas hinzuzufügen. In deutschen Supermärkten sind (Stand 2020) weiterhin die klassische Milka mit 30% Kakaogehalt sowie die 45% Kakao „schwere“ Sorte Zartherb verfügbar. Hierzwischen drängelt sich die vorliegende „Darkmilk“: 40% Kakao. Knapp!

Die neue „Darkmilk“ ist nicht nur kleiner (85 Gramm, was man nur auf der Rückseite erfährt – die Verbraucherzentrale nennt dies „Schrumpftafeln“, aber wenn es eine gute Schokolade sein sollte, von uns aus!) und bringt wie gesagt weniger Kakao als die „Zartherb“ mit, enthält aber auch nicht die Milka-typische Haselnuss-Beimischung, die bislang nicht nur bei Milka für das als „Alpenmilch“ beworbene Geschmacksprofil verantwortlich ist. Altbekannte Zutaten wie „Butterreinfett“ und „Aroma“ halten aber die Erwartungen an etwaige Geschmackserlebnisse flach.

„Schrumpftafel“?

Verpackt ist „Darkmilk“ bekannt schlicht in einen lilafarbenen Kunststoffbeutel, einmal ohne lila Kuh bedruckt. Die mittel- bis dunkelbraune Tafel glänzt unregelmäßig, fiebrig bis matt. Sie duftet ungut unnatürlich aromatisiert, „dunkel“ über Kakao, Pappe und Bast. Sie bricht ganz weich, sehr porös und splittrig.

Bisher ist das nichts Feines.

Im Mund wird „Darkmilk“ sofort süß, die kartonige Note sticht überraschend früh heraus. „Dunkel“, aber auf eine isoliert aromatisierte Weise – anders als bei einer regulären dunklen Schokolade ohne Aromabeigabe. Sehr schnell flüssiger Schmelz. Vanillekakao, süß, ganz einfach. Die Wahrnehmung der Künstlichkeit tritt mit dem Probieren etwas in den Hintergrund, sie erscheint auch weniger klebrig und süß als die beiden anderen genannten Milka-Sorten im Direktvergleich. Aber vergleicht man diese Schokolade mit denen anderer Hersteller, wird die Künstlichkeit wieder deutlich. Kurzer Ausklang in Vanill(in), gefolgt von länger nachhängender undefinierter „Bitterkeit“ am Gaumen.

Beste Milka. Aber keine gute Schokolade…

Milka „Darkmilk“ ist etwas weniger klebrig und weniger süß als von Milka gewöhnt. Das bislang Milka-typische Haselnuss-Profil fehlt. Ihr dunkles Geschmacksprofil wirkt hingegen aromatisch „herbeigezaubert“, künstlich, und eine getreidig-kartonige Färbung gibt es obendrauf. Beste bisher getestete Milka … aber noch keine gute Schokolade.

Insofern: nicht weiter schlimm, dass es nur eine „Schrumpftafel“ geworden ist…

Zutaten:

Zucker, Kakaomasse, Kakaobutter, Magermilchpulver, Butterreinfett, Sojalecithine, Aroma

Ernährungsinformationen:

glutenfrei? laktosefrei sojafrei? erdnussfrei? nussfrei fairtrade bio